
Sonnenschirme - Entstehung und Bedeutung
Bereits im Altertum wurde der Sonnenschirm eingesetzt. Früher handelte es sich um große Baldachine, die von den Dienern gehalten wurden. Im Laufe des 17. Jahrhunderts wurde der Sonnenschirm kleiner und in der Hand getragen, um sich so vor den Strahlen der Sonne zu schützen und eine vornehme Blässe zu erhalten.
Dies stellte Attraktivität und gleichzeitig eine Abgrenzung zu den niederen Berufen dar, da sich z.B. Bauern ständig im Freien aufhielten und dementsprechend gebräunt waren. Der Sonnenschirm war nicht nur Schattenspender, sondern galt auch als Herrschaftssymbol. So gab es z.B. Sonnenschirme, die mehrstöckig aufgebaut waren, Sonnenschirme, die aus kunstvoll miteinander verbundenen Vogelfedern bestanden oder welche, die aus großen, kühlenden Palmenblättern oder aus Leder hergestellt wurden.
Die Größe des Sonnenschirms sowie die Farbe bzw. die Motive wechselten mit der Mode. Aber noch mehr änderte sich im Laufe der Geschichte. Die Streben des Sonnenschirms bestanden ursprünglich noch aus Holz, im Laufe des 18. Jahrhunderts aus Fischbein und erst ab dem frühen 19. Jahrhundert wurden sie aus Metall gefertigt.